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Online-Reputation-Management oder Verwertungsrechte-Schutzgeld im Abo-Modell?

Geschrieben von DJ Rewerb  
06.08.2014

ImageHast du bei Google schon mal auf den Link mit dem Hinweis auf die DCMA-Beschwerde geklickt?

Ich staunte nicht schlecht über die Erklärungen von Google. Laut der Suchmaschine werden jede Woche mehr als 6 Millionen Internetseiten aus den Suchergebnissen entfernt.

"Wer nicht bei Google gefunden wird, existiert in der virtuellen Welt auch nicht",

so müssen die Plattenlabels denken, die gegen illegale Download-Links vorgehen.

Natürlich will jeder seine eigenen Internetseiten bei den Suchmaschinen ganz oben stehen haben. Wenn stattdessen ein Blog mit kostenlosen MP3-Downloads, eine Zippyshare-Seite oder ein Torrent-Link erscheint, wäre mir das ebenfalls ein Dorn im Auge.

Doch dagegen lässt sich vorgehen. Google entfernt die bösen Links aus den Suchergebnissen, wenn du einen Löschantrag stellst.

Aber niemand durchforstet das ganze Internet von Hand nach illegalen Angeboten. Darum kümmern sich spezielle Dienstleister. Die suchen automatisch nach illegalen Musik-Downloads und reichen eine Beschwerde bei Google ein, ebenfalls automatisch.

In den Interwebs beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, zum größten Teil von Computer-Programmen und Algorithmen gesteuert.

ImageZu diesen Firmen gehören:

  • Degban

  • BPI (British Recorded Music Industry) Ltd

  • Recording Industry Association of America, Inc.

  • Takedown Piracy LLC

  • Audiolock

  • und viele andere ...

Musikarchiv schützen und die Longtail-Theorie

Audiolock sorgt zurzeit bei meinen Online-Plattenläden Traxsource und Beatport für mächtig Schlagzeilen.
Als Dienstleistung verkauft diese Firma die Verwertungsrechte zu schützen. Sie gehören zweifelsfrei zu den Guten im Netz, die gegen organisierte Internet-Kriminalität vorgehen.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass Audiolock den Schutz des geistigen Eigentums als Abo-Modell anbietet. Für jede Datei müssen die Plattenlabels eine monatliche Gebühr entrichten. Das ist ein sehr interessantes Geschäftsmodell.

Aus wirtschaftlichem Interesse sollte eine Plattenfirma so viele Songs wie möglich herausbringen. Mehr Songs verdienen mehr Geld.

Und im Laufe der Zeit wächst das Archiv mit älteren Songs, die sich zwar nicht mehr ganz so gut verkaufen wie geschnitten Brot. Aber die Theorie der Longtail-Verkäufe besagt, dass die Summe an älteren Songs genauso viel Geld erwirtschaftet wie die Top-10-Songs.

Löschanträge sind eine Möglichkeit, es gibt jedoch noch eine zweite Möglichkeit. Und ich wundere mich, dass die Plattenfirmen nicht dafür sorgen, dass Webseiten über ihre Lieder ganz vorne bei Google auftauchen. Neumodisch wird das als "Online-Reputation-Management" bezeichnet.

Online-Reputation-Management

Probiere mal die Suchen "DJ Rewerb" oder "Houseschuh" bei deiner Lieblingssuchmaschine aus.

Ich setze vieles daran, dass ich nicht nur auf Position 1 auftauche, sondern auf der gesamten ersten Suchergebnis-Seite nur Dinge erscheinen, die ich unter Kontrolle habe. Dazu gehören meine Profile bei Facebook, Twitter und LinkedIn ebenso wie Youtube-Videos, Mixe bei Soundcloud und die Podcasts bei iTunes.

Die zweite Seite der Suchergebnisse versuche ich mit Pressemeldungen zu füllen. Wiederum sind das Artikel, die ich gezielt ins Internet stelle.

Online-Reputation-Management ist keine Sache mit kurzfristigen Erfolgen, sondern eine langfristige Überlegung.

Und sicherlich würde meine Strategie auch nicht helfen, wenn plötzlich eine große Nachrichten-Seite wie Spiegel-Online oder die Nürnberger Nachrichten einen Artikel über mich bringen würden. Auch gegen einen Wikipedia-Eintrag könnte ich nichts machen.

Aber ich kann verhindern, dass MP3-Downloadseiten mit meinen Podcast-Folgen auf der ersten Seite bei Google erscheinen. Denn wer dort nicht erscheint, existiert in der virtuellen Welt des Internets nicht. Oder?

 

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