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Frage deine Fans nach der E-Mail-Adresse und baue einen Newsletter-Verteiler auf

DJ Tipps
Geschrieben von DJ Rewerb  

Frage deine Fans nach der E-Mail-Adresse und baue einen Newsletter-Verteiler aufWirken E-Mails an deine Fans nicht etwas antiquiert, im Zeitalter von WhatsApp, Instagram und Facebook?

Doch jede Person, die dein Facebook-Profil oder deine Webseite besucht, kann mit dem nächsten Klick schon wieder verschwunden sein. Dann bleibt dir nichts, außer der Hoffnung, dass sich deine Fans später an die Seite erinnern werden und kurz vor der nächsten Party von selbst bei dir vorbeikommen.

Es sei denn, du meldest dich per E-Mail aktiv bei deinen Fans. In den letzten drei Jahren begann ich zu ahnen, welchen Wert die Kontakte zu meinen Lesern und Hörern haben.

Ein E-Mail-Newsletter ist ein vielfach übersehener Weg mit deinen Fans in Kontakt zu bleiben. Zu verlockend sind Social Media Aktivitäten bei Facebook, Instagram und Youtube.

In den letzten elf Jahren machte ich beim E-Mail-Marketing so ziemlich alles falsch, was ich falsch machen konnte. Seit einigen Monaten sehe ich die ersten Erfolge. Meine Fehler musst du nicht wiederholen. Stattdessen kannst du übermorgen deinen ersten Newsletter per E-Mail verschicken.

Wie das funktioniert, zeige ich dir in diesem DJ-Tipp. Zuerst beschreibe ich wie ich früher gearbeitet habe, was ich mir von Katalog-Versand-Unternehmen für die Party-Werbung abgeschaut habe. Und wie ich diese Methode ins Internet-Zeitalter übertrug und meine Fehler bei dem E-Mail-Newsletter schrittweise ausgebaut.

Jetzt melden sich viele Besucher - wie du - täglich für meine Newsletter an, ohne dass ich darum betteln muss. Wie das funktioniert und welche Schritte du heute noch umsetzen kannst, das fasse ich am Ende dieses Blogposts in drei praktischen Tipps zusammen.

Warum meldet sich niemand an?

Newsletter Anmeldung, Joomla Seitenleiste, Stand 2006Ungefähr seit dem Beginn meiner Webseite im Jahr 2004 habe ich ein Formular eingefügt, über das sich die Besucher bei meinem Newsletter anmelden können.

Und es passierte nichts. Pro Quartal meldete sich vielleicht eine Person an.

Um den Newsletter-Verteiler schneller wachsen zu lassen, legte ich mir ein Tabellen-Dokument mit den E-Mail-Adressen von Freunden, DJ-Bookern, Partybesuchern und Pressevertretern an.

Eine zeitlang veröffentlichte ich jeden Monat einen Newsletter per E-Mail.

Wie verschickst du E-Mails an viele Personen?

Jedes Mal, wenn ich einen Newsletter verschicken wollte, musste ich die E-Mail-Adressen des Tabellen-Dokuments mit allen E-Mail-Adressen der Datenbank dieser Webseite abgleichen.

Anschließend kopierte ich alle Adressen in den Webmail-Client meines Webhosters 1&1. Je mehr E-Mail-Adressen es wurden, desto größer wurden meine Bauchschmerzen. Meist stürzte der E-Mail-Client ab oder es wurden gar keine E-Mails verschickt.

Für den Anfang reicht Outlook, GMail oder Apple Mail sicherlich aus. Wenn du jedoch hunderte von E-Mails über eine Einwahl-DSL-IP-Adresse verschickst, dann kannst du schnell als Spammer eingestuft werden und landest bei den Empfängern auf einer Blackliste. Deine E-Mails wandern in den Spam-Ordner.

Kamen meine E-Mails wirklich bei den Empfängern an? Ich konnte es nicht ermitteln. Deshalb fügte ich an unterschiedlichen Stellen der Liste ein paar Test-Adressen von mir ein. Außerdem fragte ich Freunde, ob sie den Newsletter erhalten haben.

Aber der Aufwand erschien mir einfach zu hoch im Vergleich zum zweifelhaften Gewinn, ob die paar Leute vielleicht bei einer Party auftauchen würden, bei der ich auflege.

Außer ein paar ermutigenden Worten, dass mein Schreibstil sehr gut ankommt, verpuffte die Wirkung meiner monatlichen E-Mails. Deshalb ließ ich den Newsletter friedlich einschlafen und hörte auf E-Mails zu verschicken. Der Nutzen rechtfertigte den Aufwand einfach nicht.

Was bringen dir die E-Mail-Adressen deiner Fans?

Schon bei den ersten Partys im Jahr 1995 haben wir versucht die Adressen unserer Besucher einzusammeln. Denn für die Veranstaltungs-Werbung wollten wir nicht jedes Mal wieder bei Null anfangen müssen.

Statt Werbeanzeigen in lokalen Veranstaltungsmagazinen zu schalten oder immer wieder für die Flyer-Verteilung zahlen zu müssen, bauten wir eine Adressdatenbank früherer Party-Besucher auf. Unseren Gäste schickten wir die Flyer danach direkt per Post.

Ohne es zu wissen, betrieben wir Direktmarketing.

Darüber hatten wir einen direkten Weg, um mit unseren Fans und früheren Besuchern in Kontakt zu bleiben. Diesen Kommunikationskanal kontrollierten nur wir. Außerdem wuchs die Anzahl der Adressen mit jeder weiteren Party.

Briefe sind aus der Mode gekommen, weil E-Mails viel kostengünstiger zu verschicken sind. Wobei ich glaube, dass Briefe genau deshalb in Zukunft wieder interessant werden. Was würdest du tun, wenn du einen hand-adressierten Brief in deinem Briefkasten findest? Wegschmeißen oder sofort öffnen?

Transfer des 50 Jahre alten Direktmarketing-Wissens fürs E-Mail-Marketing

Ich glaube ich musste erst ein gewisses Alter erreichen, um zu erkennen, dass dauernde Veränderungen in unserer Umwelt die einzige Konstante ist. Nichts wird stehen bleiben, außer wir bleiben selbst stehen und meinen dann: früher sei alles besser und einfacher gewesen. Das war es nicht.

Selbst heutige Internet-Vermarktungs-Tipps funktionieren vom Prinzip her genauso wie eine Katalog-Bestellung in den 1960er-Jahren. Natürlich haben sich die technischen Möglichkeiten exponentiell weiter entwickelt.

Die Konstante heißt: bleibe aktiv mit deinen Fans und Kunden in Kontakt.

E-Mails auf Autopilot - Wie funktioniert das heute?

Wie bleibst du am besten mit deinen Fans in Kontakt? E-Mails sind dazu prädestiniert, um deine Fans an dich und deine Angebote zu erinnern. Wer liest nicht gerne die E-Mails von einem Freund?

Aus meinen ersten E-Mail-Newsletter-Versuchen lernte ich, dass Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit wesentlich zum Erfolg beitragen. Als ich aufhörte regelmäßig einmal pro Monat eine E-Mail an den Verteiler zu schicken, las niemand mehr meine E-Mails.

Nach meiner Sendepause von einem halben Jahr beschwerte sich einige Leser sogar, woher ich ihre E-Mail-Adresse habe. Dabei hatten sie sich selbst vor zwei Jahren für den Newsletter angemeldet, sie erinnerten sich bloß nicht mehr an mich.

Ist auch irgendwie klar, dass ich in Vergessenheit gerate, wenn ich mich ein halbes Jahr nicht melde.
Fall ich doch einen Newsletter verschickte, kam diese E-Mail für die Empfänger wie Spam aus heiterem Himmel.

Gleichzeitig war das also der Todestoß für meinen ersten E-Mail-Verteiler. Die Auswirkungen siehst du in der Statistik der letzten beiden Newsletter, die ich an den ersten Verteiler verschickt habe.

Ohne Regelmäßigkeit sinkt die Öffnungsrate der E-Mails
Sinn der Autoresponder-Serie: Ohne Regelmäßigkeit sinkt die Öffnungsrate der E-Mails

Im August 2014 öffneten noch 28 Prozent der Empfänger die E-Mail, obwohl ich Freikarten verlost habe. Vier Monate später, im Dezember 2014 interessierten sich gerade noch 22 Prozent für ein Interview mit mir in den Nürnberger Nachrichten. Seitdem verschicke ich keine E-Mails mehr an diese Liste, sondern konzentriere ich auf drei andere Newsletter für diese DJ-Tipps, für den Houseschuh- sowie den DJKanzel-Podcast.

Wenn ich dagegen den Newsletter für meinen Houseschuh-Podcast verschicke, lesen ungefähr 40 % meiner Abonnenten diese E-Mail. Viele öffnen meine E-Mails sogar mehrfach und klicken auf meine Webseite. In diesem Moment habe ich die Hörer auf meine Internet-Seiten zurück geholt. Dabei bin ich weder von Facebook oder vom Gedächtnis der Hörer abhängig.

Mahr als 40 % der Houseschuh Abonnenten lesen die E-Mails
Mahr als 40 % der Houseschuh Abonnenten lesen die E-Mails

Was sind Autoresponder-Serien/Drip-Marketing Kampagnen?

Viel wichtiger ist jedoch, dass du den kompletten Ablauf auf Autopilot stellen kannst. Dazu gibt es spezielle E-Mail-Newsletter-Dienste, wie zum Beispiel die Firmen AWeber, Cleverreach, Getresponse und Mailchimp.

In einer sogenannten Autoresponder-Serie erhalten die Abonnenten des Newsletter eine vorher festgelegte Serie an E-Mails. Dort erzähle ich etwas zu meiner Person, stelle Fragen und veröffentliche Tipps, die es exklusiv nur im Newsletter gibt.

Verwechsle Autoresponder nicht mit der Abwesenheitsnotiz, die du in deinem E-Mail-Programm einstellen kannst.

Die Idee der Autoresponder oder Drip-Kampagne ist, dass meine E-Mails in schöner Regelmäßigkeit beim Empfänger eintreffen. So bleibe ich im Gedächtnis. Wenn ich etwas Aktuelles zu sagen habe, sind die Empfänger auf meine E-Mails vorbereitet. Diese top-aktuellen E-Mails verschicke ich als Newsletter zwischen den E-Mails der Autoresponder-Serie.

Weil ich die DJ-Tipps am Sonntag veröffentliche, schicke ich den Newsletter an einem Montag heraus. Damit nun niemand zwei E-Mails von mir am gleichen Tag bekommt, habe ich Montage aus dem Versand der Autoresponder E-Mails ausgenommen.

E-Mails tröpfeln zeitgesteuert heraus

Am Beispiel des Houseschuh-Newsletters zeige ich dir, wie die automatischen E-Mails der Autoresponder-Serie mit den E-Mail-Ankündigungen für eine neue Podcast-Folge zusammenspielen. Die zeitliche Reihenfolge der E-Mails siehst du in der Grafik.

Autoresponder-Serie steuert E-Mail-Versand automatisch
Autoresponder-Serie steuert E-Mail-Versand automatisch
 

Wenn sich ein Podcast-Hörer zum Beispiel an einem Freitag für den Newsletter anmeldet, dann verschickt das Newsletter-Programm eine E-Mail mit den Download-Links zu den MP3-Dateien, sofort nach der Anmeldung. Diese geheimen Download-Links benutze ich als Anreiz, um den E-Mail-Newsletter interessant zu machen.

Und damit startet für diesen neuen Newsletter-Abonnenten eine Art Uhrwerk, das über die nächsten 36 Tage vollkommen automatisch acht E-Mails verschickt.

Am Tag nach der Anmeldung, wird die erste E-Mail verschickt. In unserem Beispiel wäre das der Samstag. Darin schreibe ich etwas zu meiner Person und stelle mich vor.

Danach ist erst einmal zwei Tage Sendepause. Am Dienstag verschickt der Autoresponder eine E-Mail mit einem Link zu einem Video von mir. In diesem "Hinter den Kulissen"-Video stelle ich mein Podcast-Studio vor und erkläre, wie ich eine Podcast-Folge erstelle. Der automatische E-Mail-Versand macht danach vier Tage Pause und wird erst wieder am neunten Tag nach der Anmeldung aktiv.

Am Donnerstag verschicke ich jedoch den E-Mail-Newsletter, in dem ich die neueste Podcast-Folge ankündige. Damit nun nicht zwei E-Mails an einem Tag von mir ankommen würden, habe ich Donnerstage in der Autoresponder-Serie ausgeschlossen. Aus Sicht des Empfängers bekommt der Hörer nach zwei Tagen eine weitere E-Mail.

E-Mail benutzt andere Infrastruktur

Meinen E-Mail-Newsletter habe ich auch schon verwendet, um die Hörer des Houseschuh-Podcasts darauf hinzuweisen, dass die Webseite kaputt war.

Hätte ich nicht von Beginn an das Ziel gehabt, die E-Mail-Adressen meiner Hörer zu erfahren, wäre ich heute auf Gedeih und Verderb auf iTunes angewiesen.

Newsletter Software Vergleich

Die Newsletter-Software der vier bekanntesten Anbieter habe ich getestet. Im Prinzip bieten sie alle die gleichen Dienste an:

  • Web-basiertes Design-Programm für das Anmeldeformular

  • E-Mails und Webseiten für Anmeldung und Abmeldung der Newsletter-Abonnenten

  • Web-basiertes Programm, um die E-Mails zu schreiben

  • Statistiken zum E-Mail-Versand, den Öffnungsraten und Klicks in den E-Mails

  • Fehlerhafte E-Mail-Adressen werden abgefangen

  • Der Versand erfolgt über Hochleistungs-Server, die bei den Providern als zuverlässige Partner gelten und nicht als Spam-Schleudern angesehen sind. Das ist wichtig, damit deine E-Mails auch ankommen.

  • Wenn sich jemand aus dem Verteiler austragen will, geschieht das mit einem Mausklick

Dieser E-Mail Marketing Service läuft nicht als Software auf deinem Rechner, sondern als "Software as a Service" auf den Servern der Anbieter. Anders könnten die E-Mails ja auch nicht zeitgesteuert verschickt werden, außer du würdest deinen eigenen Computer durchlaufen lassen.

Jede dieser E-Mail-Marketing-Firmen hat Vorteile und Nachteile:

AWeber

GetResponse

CleverReach

MailChimp

E-Mail Marketing Software, AWeber Logo
 E-Mail Marketing Software, GetResponse Logo E-Mail Marketing Software, CleverReach Logo  E-Mail Marketing Software, MailChimp Logo

+ Globaler Markführer

+ Autoresponder Follow-Up-E-Mails

- E-Mail-Adressen durfte ich nicht importieren

- Keine HTTPS-Verschlüsselung für Formulardaten

+ HTML-Templates für E-Mails

+ Web-basierter Formular-Designer

+ Autoresponder Follow-Up-E-Mails

- Bei vielen Kampagnen und Webseiten wird Oberfläche unübersichtlich

 

+ Autoresponder Follow-Up-E-Mails

+ Texte der Anmelde-E-Mails lassen sich individuell anpassen

+ Webseite und E-Mail-Vorlagen in gutem Deutsch

+ Gute Statistiken zu Autoresponder E-Mail-Serien

+ Prepaid-Zahlung, ohne monatliche Kosten

+ Einfacher Einstieg mit Formular-Designer und Templates

+ Autoresponder Follow-Up-E-Mails

- Keine HTTPS-Verschlüsselung für Formulardaten

Start für 1 US-$ im ersten Monat

30 Tage kostenlos testen,
25 Euro Startgutschein über diesen Link

Anmeldung ist kostenlos

Anmeldung ist kostenlos

 

Verwende ich für Rewerb.com und Houseschuh.com

Verwende ich für DJKanzel.de

 

 

Seit Jahren bin ich mit der Firma Getresponse ganz zufrieden. Darüber verschicke ich die DJ-Tipps als Newsletter und auch den Houseschuh-Newsletter für jede neue Podcast-Folge.

Langfristig werde ich vermutlich mit allen E-Mail-Newslettern zur Firma Cleverreach wechseln. Cleverreach benutze ich zum Beispiel für den E-Mail-Newsletter von DJKanzel.de. Dort gefallen mir die Statistiken zu den Autoresponder-Serien sehr viel besser. Der Service und die Webseite ist viel besser ins Deutsche übersetzt als beim Anbieter Getresponse.

Wenn du dir einen schnellen Überblick über die Möglichkeiten verschaffen willst, probiere Cleverreach oder Mailchimp aus. Im kostenlosen Starter-Paket lässt sich jedoch das Mailchimp-Logo am Ende der E-Mail aber nicht entfernen. Bei Cleverreach lässt sich das Logo bereits im Prepaid-Angebot entfernen.

Mailchimp und AWeber unterstützen vor einem Jahr noch keine HTTPS-Verbindung, um die Formular-Eingaben verschlüsselt zu übertragen. Dieser Sicherheitsaspekt war für mich ein Ausschlusskriterium.

Außerdem schied AWeber für mich aus, weil sich die E-Mails nicht komplett auf Deutsch umstellen lassen. Persönlich ist es mir zwar egal, ob ich eine deutsch- oder englisch-sprachige Webseite besuche. Allerdings weiß ich von vielen Bekannten, dass sie bei Englisch etwas zögerlich reagieren. Bei der heiklen E-Mail-Anmeldung gehe ich lieber kein Risiko ein.

Ein weiterer Knackpunkt bei AWeber ist, dass ich dort meine bestehenden E-Mail-Adressen nicht hätte importieren dürfen. Alle Abonnenten hätten sich erneut registrieren müssen. Einerseits spricht dies natürlich für den extrem hohen Qualitätsstandard. Damit sichert AWeber sich ab, nicht als Massen-Spam-Versender missbraucht zu werden.

Aber andere Anbieter wie GetResponse schaffen das schließlich auch. Dort konnte ich meine bestehenden E-Mail-Adressen importieren. Beim Import musste ich bestätigen, dass ich das sogenannte Double-Optin-Verfahren verwendet habe, um an die E-Mail-Adressen zu kommen. Danach wurde meine Address-Liste manuell geprüft. Und als ich den ersten Newsletter verschickte, hatte GetResponse ein sehr kritisches Auge darauf wie viele Personen eine Beschwerde einreichen würden oder sich sofort wieder abgemeldet haben.

Glücklicherweise ging das gut, weil ich die E-Mail-Adressen über ein Double-Optin-Formular meines Content-Management-Systems Joomla gesammelt habe.

Double-Opt-In, die doppelte rechtliche Absicherung

In Deutschland ist der Anmeldeprozesse Double-Optin zwingend vorgeschrieben. Diese juristische Hürde kennst du von jedem professionellen Newsletter. Du musst zwei Mal bestätigen, dass du dich wirklich anmelden willst. Darüber wird jeder Missbrauch deiner E-Mail-Adresse ausgeschlossen.

  • Zunächst trägst du deine E-Mail-Adresse in ein Formularfeld auf einer Webseite ein.

  • Dann bekommst du eine E-Mail zugeschickt, mit einem Bestätigungslink.

  • Erst wenn du auf diesen Link in der E-Mail klickst, darf dir der Newsletter-Anbieter E-Mails zuschicken.

Wie ich die Anmeldezahlen um 3.000 Prozent steigerte?

In den ersten zehn Jahren dieser Webseite meldete sich fast niemand für meinen E-Mail-Newsletter an. Das habe ich als negative Erfahrung auch ganz zu Beginn dieses Artikels geschrieben.

Vor zwei Jahren hörte ich die Theorie, dass kostenlose Dreingaben als Anreiz wirken könnten, damit sich die Besucher endlich für den Newsletter anmelden.

Ich erstellte Infografiken und stellte sie als Anreiz auf meine House-Charts-Seite. Darüber meldete sich vielleicht eine Person pro Monat an. Das war zwar ein Hoffnungsschimmer, aber leider immer noch nicht das Erfolgserlebnis, was ich mir erhofft hatte.

Infografik als Anreiz für Newsletter-Anmeldung
Schlechtes Beispiel: Infografik als Anreiz für Newsletter-Anmeldung
 

In der Folge probierte ich jeden Tipp, den ich über E-Mail-Marketing mitbekam. Der letzte Schrei sollte die Farbe der Anmelde-Buttons sein. Also änderte ich die Buttonfarbe und testete, ob blaue, rote oder grüne Buttons besser funktionieren. Für statistisch aussagekräftige Zahlen sind die Besuchszahlen auf meiner Webseite jedoch viel zu gering.

Der nächste Hype war ein Link, der ein Popup-Fenster öffnet. Und erst dort sollten die Besucher ihre E-Mail-Adresse eintragen. Auch dieser Versuch floppte grandios.

Doch mit meinem nächsten Versuch merkte ich einen leichten Anstieg, der mich weiter ermutigte. Ich testete ein Popup, das sich ziemlich radikal über die Webseite legt, sobald der Browser erkennt, dass der Nutzer die Seite verlassen möchte.

Popup-Fenster mit Anmelde-Formular für Newsletter
Steigende Anmeldezahlen durch Popup-Fenster mit Anmelde-Formular für Newsletter
 

Das funktioniert über Javascript. Und ich musste viele Skripte programmieren, um das Popup-Fenster wie gewünscht erscheinen zu lassen.

Verhasste Popups wirken Wunder

Außerdem zögerte ich sehr lange, diesen radikalen Schritt umzusetzen. Ich befürchtete eine Hass-Lawine gegen mich loszutreten. In meinem Hinterkopf spukten die Stimmen der Forumsteilnehmer der Heise.de-Computer-Webseite, die vehement gegen nervige Werbung wie Popups wettern.

Was soll ich schreiben? Popups funktionieren und bisher hat sich kein einziger Leser meines Blogs gegen die sehr aufdringliche Aufforderung beschwert.

Und seitdem weiß ich, dass ich manche Dinge einfach selbst ausprobieren muss und mich besser nicht auf vorgefertigte Meinungen anderer Internet-Vermarktungs-Gurus oder meine Stimme im Kopf verlassen sollte.

Ein E-Book als Anreiz lässt die Anmeldezahlen explodieren

Immerhin ermutigten mich die steigenden Anmeldezahlen soweit, dass ich mich jetzt um den zweiten Baustein im E-Mail-Marketing kümmerte. Unbedingt wollte ich den Tipp mit der kostenlosen Dreingabe noch einmal ausprobieren. Dieses Mal sollte es aber nicht eine simple Grafik sein, sondern ich wollte ein E-Book herausbringen.

Sehr lange grübelte ich über das genaue Thema, bis mir schließlich einfiel, dass mein größtes Problem als DJ-Anfänger die Musikauswahl und die musikalische Programmierung der Party bestand. Wann soll ich welches Lied spielen?

Für dieses Thema hatte ich bereits einige Text-Entwürfe geschrieben, die ich für die DJ-Tipps verwenden wollte. Stattdessen schrieb ich die Artikel erneut um und erstellte daraus eine Vorabfassung eines E-Books.

Die PDF-Datei schickte ich an die Abonnenten meines neuen E-Mail-Verteilers. Meine Bitte um Feedback verpuffte im virtuellen Raum. Doch ein Leser meldete sich, mit viel Lob und dem Hinweis auf einen Rechtschreibfehler.

E-Book als Anmeldeanreiz für Newsletter
E-Book als Anmeldeanreiz für Newsletter funktioniert sehr gut
 

Jetzt kommen wir zum magischen Teil. Seit dem Moment als ich das E-Book "Wie kann ich super Stimmung aufbauen?" groß unter jedem Blogpost bewerbe, sind meine tägliche Anmeldezahlen auf ein bis drei Personen gestiegen. Pro Tag meldeten sich nun so viele Leute an, wie vorher in drei Monaten.

Statistik, Anmeldungen für E-Mail-Newsletter
Statistik, Anmeldungen für E-Mail-Newsletter

Neue Webseite, neuer Newsletter, neues E-Book

Weil ich gleichzeitig in den Vorbereitungen zum DJKanzel Podcast steckte, wollte ich den E-Book-Versuch wiederholen. Als Tipp hatte ich aufgeschnappt, dass es super wäre, wenn man einen Podcast nicht mit Null Hörern startet, sondern potenzielle Hörer auf dem Weg zum Start des Podcasts mitnimmt.

Dazu legte ich eine minimale Webseite an, mit einem Anmeldeformular für den E-Mail-Newsletter.

Anmeldeformular für DJKanzel-Newsletter
Anmeldeformular für DJKanzel-Newsletter
 

Um schnell viele Besucher auf die Webseite zu leiten, schaltete ich Werbeanzeigen bei Facebook. Zwischen dem 24. November 2014 und 13. Dezember 2014 klickten 465 Interessenten auf die Anmeldeseite für den DJKanzel-Newsletter. Davon meldeten sich schließlich 37 potenzielle Hörer für die E-Mails an. Umgerechnet kostete mich jede E-Mail-Adresse 1,79 Euro, was nicht gerade billig ist. Doch mit der Anmeldequote bin ich extrem zufrieden.

Facebook-Anzeigen für Newsletter-Anmeldung
Facebook-Anzeigen für Newsletter-Anmeldung
 

Den Erfolg schreibe ich zum großen Teil dem E-Book als Anmelde-Anreiz zu. Für das E-Book verwendete ich den besten Artikel, den ich seit langen geschrieben hatte. Als Gastbeitrag für eine andere Webseite erzähle ich im Artikel von meinem Werdegang und meinen Anfängen als DJ.

E-Book als Anreiz sich für den DJKanzel Newsletter anzumeldenMit einer neuen Einleitung und praktischen Tipps am Ende, machte ich daraus das E-Book "5 Tipps für deinen Weg in die DJ-Kanzel". Neben dem Anreiz sich für den Newsletter anzumelden, gebe ich also praktische Tipps für DJ-Anfänger und gleichzeitig erfahren die zukünftigen Hörer meinen gesamten Werdegang als DJ. Außerdem stelle ich sicher, dass dieser Text nicht plötzlich doppelt im Internet steht, weil ich das E-Book nur per E-Mail verschicke.

Alle 37 Abonnenten des Newsletters hielt ich in drei E-Mails über meine Podcast-Vorbereitungen auf dem Laufenden. Während des Podcast-Starts erzählte ich davon, woran ich gerade arbeite und wann es losgehen wird.

Statistik, Newsletter-Versand über Cleverreach
Statistik, Newsletter-Versand über Cleverreach
 

Diese erste Serie von einmaligen E-Mails habe ich jetzt gegen eine Autoresponder-E-Mail-Serie ersetzt, die vollautomatisch ausgeliefert wird.

Zusätzliche Informationen in den E-Mails bieten

In allen meinen Newslettern biete ich dir als Leser immer ein paar Bonus-Informationen. Das kann der Zeitvorsprung für das nächste Gewinnspiel sein oder die Download-Links zu allen Houseschuh Podcast-Folgen, die ich sonst nirgends teile.

Wärest du vorgestern schon für meinen Newsletter angemeldet gewesen, dann hättest du von einem tollen Beispiel eines anderen DJs erfahren, wie Dirty Secretz seinen E-Mail-Newsletter bei Soundcloud benutzt.

Dann waren eine Menge Konjunktive in einem Satz. Worauf ich hinaus will, trage dich hier für meinen DJ-Tipp-Newsletter ein und du erfährst Tipps, die ich sonst nirgends auf der Webseite beschreibe.

3 Schritte um mit deinem Newsletter Marketing anzufangen

Meine ganzen Zwischenschritte und Abläufe werden dich fast überwältigen, falls du an diesem Punkt vielleicht sogar mit dem Kopf schüttelst und dich fragst, was hast das ganze mit meinem DJ-Dasein zu tun?

Stelle dir vor, du ziehst mit einer Party in einen neuen Club um. Wie erreichst du deine Fans, um sie kurzfristig zu informieren?

Anders herum gedacht, wenn du einem DJ-Booker sagen kannst, dass du 300 Leute im 50 km Umkreis des Clubs, in dem du Auflegen möchtest auf deiner E-Mail-Liste anschreiben wirst, um Werbung für eine Party zu machen.

Das ist der Trick, warum dein E-Mail-Verteiler ein sehr wertvollster Bestandteil deines DJ-Kapitals werden kann. Du musst keine Anzeigen bei Facebook schalten oder darauf hoffen, dass die Leute deine Party bei Google suchen.

So wie wir die Flyer früher in einen Umschlag gesteckt haben und per Post verschicken, hast du ein Direktmarketing-Tool an der Hand.

Wie beginnst du also noch heute, um deinen E-Mail-Newsletter aufzubauen:

  1. Melde dich bei einer Newsletter Marketing Firma an
    Zum Beispiel bei AWeber, GetResponse, CleverReach, MailChimp.

  2. Experimentiere mit den Anmeldeformularen

  3. Schalte eine einfache Version des Anmeldeformulars auf deine Webseite

An dieser Stelle musst du dir noch keine Gedanken, um ein Bonus-Geschenk machen oder eine Autoresponder Serie schreiben. Die ersten drei Schritte reichen für den Anfang.

 

Kommentare 

 
0#1Jörg Backhaus07.08.2015 20:24
Sehr sehr interessanter Beitrag mit vielen Infos, die man sofort in die Praxis umsetzen kann. Vielen Dank für Deine Mühe, die Du bestimmt mit dem Erstellen hattest. VG Jörg
Zitieren
 
 
0#2DJ Rewerb09.08.2015 12:29
Hallo Jörg,
die größte Mühe hatte ich den Text auf den jetzigen Umfang zu kürzen. Der erste Entwurf war noch länger :O
Super, dass du die Tipps in die Praxis umsetzen willst. Das ist die Hauptsache und das größte Kompliment für mich.
Viele Grüße,
Thorsten
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Mein Name ist Thorsten aka DJ Rewerb und diese DJ-Tipps schreibe ich, um dich als DJ auf neue Gedanken zu bringen. Nach 24 Jahren hinter dem Mischpult weiß ich, dass DJing sehr viel mehr ist als Lieder in einer Disco aufzulegen.

DJing ist eine Lebenseinstellung, die viele Bereiche streift: vom Club-Leben und Technik, über Psychologie bis zu Finanzen und Marketing. Darum geht es abwechselnd in den DJ-Tipps. Mehr über mich findest du im Backstage-Bereich ...

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