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DJ Rewerb DJ Tipps Wie vermeidest du Schlafstörungen durch Nachtschicht-Arbeit als DJ?


Wie vermeidest du Schlafstörungen durch Nachtschicht-Arbeit als DJ?

Geschrieben von DJ Rewerb  
Wie vermeidest du Schlafstörungen durch Nachtschicht-Arbeit als DJ?

Putzlicht an. Die Partynacht ist vorbei. Noch schnell das Equipment einpacken und nach Hause fahren. Dort komme ich oft erst um 6 Uhr früh an.

Zuhause mache ich mir erst einmal einen Kaffee und Frühstücke. Dann schreibe ich oft noch eine Stunde lang am nächsten Blogpost, weil ich sowieso nicht schlafen könnte. Um 7 Uhr gehe ich ins Bett und wache spätestens um 11 Uhr auf. Falls ich Glück habe, wird es 12 Uhr.

Je älter ich werde, desto mehr macht mir der verschobene Schlaf-Wach-Rhythmus zu schaffen. Dabei habe ich drei Geheimnisse die mir helfen die ganze Nacht fit zu bleiben. Der Adrenalinkick tut natürlich sein übriges dazu, nicht dauergähnend hinter dem Mischpult zu stehen.

Mit diesen drei Tipps gegen Schlafstörungen kommst du hoffentlich schneller in einen normalen Wochenablauf zurück:

  • Nachmittagsschlaf vor der Party

  • Bester Schlaf-Rhythmus gegen Jetlag

  • Weniger oder keinen Alkohol trinken

Nachmittagsschlaf

Am Nachmittag vor einem Gig schwöre ich auf einen Nachmittagsschlaf. Wenn es die Vorbereitungen erlauben, lege ich mich um 14 Uhr für eine bis anderthalb Stunden hin. Den Trick des Nachmittagsschlafs habe ich nach viel Experimentieren gefunden.

Zunächst fiel mir auf, dass ich nach einem Auflege-Wochenende in der Nacht von Montag auf Dienstag extreme Probleme beim Einschlafen hatte. Diese Schlafstörungen merkte ich erst eine Nacht später, was mir merkwürdig vorkam.

Am Sonntag rettete ich mich immer irgendwie durch den Nachmittag. Der verschobene Tag-Nacht-Rhythmus holte mich trotzdem spätestens am Montagabend ein. Ich konnte nicht einschlafen, obwohl ich am Sonntag um 23 Uhr ins Bett gegangen war.

Wenn ich in andere Zeitzonen reise, lernte ich den Trick mit der neuen Ortszeit ins Bett zu gehen, um sich schnell an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Deshalb lege ich mich am Sonntagnachmittag nicht mehr hin.

Schlafentzug als 20-Jähriger

Schlaf kann man nicht nachholen. Durschnittlich verbringen wir ungefähr ein Drittel unseres Lebens im Bett. Sieben bis acht Stunden Schlaf gelten für Erwachsene als gesund. Wobei der genau Schlafbedarf bei jedem Menschen unterschiedlich ist.

Früher war ich fast jeden Donnerstag bis 3 Uhr Nachts unterwegs, bin ins Bett gegangen und stand um 7 Uhr in der Werkstatt meines Ausbildungsbetriebs. Mit 20 Jahren habe ich mir keine Gedanken um Schlafstörungen gemacht. Irgendwie hat mich damals sogar der Wecker wach bekommen.

Weniger Alkohol, mehr Schlafqualität

Alkohol zu trinken oder nicht, macht für mich einen gravierenden Unterschied aus. Nach vier Stunden Schlaf wache ich zwar etwas gerädert auf. Ich kann jedoch ohne Kater aufstehen.

Deshalb verzichte ich mittlerweile komplett auf Alkohol. Anfangs gönnte ich mir noch ein Bier pro Abend. Bis ich ausprobierte, wie es mir am Sonntag geht, wenn ich auch darauf verzichten würde.

Den Unterschied in der Klarheit in meinem Kopf erlebe ich als extrem positiv. Das hilft mir am nächsten Morgen, naja eigentlich ist es ja bereits Mittag, 11 Uhr oder 12 Uhr.

Schon vor dem Alkoholverzicht gewöhnte ich mir an, nach dem Aufstehen für 45 Minuten Joggen zu gehen. Ich wollte am Sonntagmorgen frischen Sauerstoff ins Hirn bringen und den Alkohol der Vornacht herausschwitzen.

Nachtschichten können sehr gravierende Auswirkungen auf deine Schlafgewohnheiten und deine Gesundheit haben. Außerdem verändert sich durch die Nachtarbeit auch dein soziales Umfeld. Dabei haben die regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus-Änderungen auch einen Vorteil, weil mich die einstündige Sommer-/Winterzeit-Umstellung überhaupt nicht mehr bemerke.

Wie reagiert dein Körper auf die Nachtschichten? Bemerkst du Schlafstörungen und wie gehst du damit um? Schreibe bitte einen Kommentar, falls du weitere Tipps hast, um den verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus schnell wieder zu korrigieren.

 

Kommentare 

 
0#1Höppi08.02.2016 17:48
Hi,
tja ist so eine Sache mit dem Schlaf.
Bin in der Regel meist schon in der Nacht zuvor etwas unruhiger im Schlaf.
Der Mittags-bzw. Nachmittagsschl af ist in der Regel bei mir Pflicht. Besonders liebe ich die Zeit wenn man es draußen tun kann(leb auf dem Lande). Muss den Schlaf mir in der Woche wiederholen, da ich nicht gern den Sonntag verschlafen möchte bzw. auch nicht kann.
Zeit fürs Frauchen muss ja am Wochenende auch da sein. Brauch doch schon 2-3 Tage um wieder in der Spur zu sein.
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0#2DJ Rewerb08.02.2016 21:54
Hallo Höppi,

zum Glück, dann bin ich nicht alleine, der sich über seine Schlafgewohnhei ten Gedanken macht :-)

Wie lange schläfst du dann am Sonntag? Oder gehst du da erst Abends ins Bett und machst den ganzen Sonntag durch?
Dann würde es mich nicht wundern, dass du drei Erholungstage brauchst.

Viele Grüße,
Thorsten
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0#3Höppi09.02.2016 18:36
Hallo Thorsten,

bin der etwas ältere Einsteiger
(53 Jahre) in die DJ-Szene.
Beginne meist zwischen 18:00-19:00 Uhr.
Ende in der Regel 2:00-4:00 Uhr.
Da ich in der Woche um kurz nach 5:00 Uhr raus muss, kann ich höchstens bis 9:00 Uhr am "Tag danach" schlafen.
Na ja und das Alter spielt vielleicht auch schon eine Rolle für die etwas längere Zeit zum erholen =).

Grüß
Jochen
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0#4DJ Rewerb09.02.2016 20:18
Hallo Jochen,

mit 35 Jahren habe ich deutlich gemerkt, dass mein Alter plötzlich eine Rolle spielt. Dann warte ich gespannt ab, ob sich in den nächsten Jahren noch einmal etwas bei meinem Schlafverhalten ändern wird.

Aber freuen wir uns, bald holt uns die senile Bettflucht ein. Dann brauchen wir viel weniger Schlaf und können nonstop Party machen. Der Mittagsschlaf könnte ein Vorbote davon sein ;-)

Gute Nacht,
Thorsten
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