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Aufgaben outsourcen - Wie ich als DJ ein virtuelles Autoren-Team nutze

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Geschrieben von DJ Rewerb  

Aufgaben outsourcen - Wie ich als DJ ein virtuelles Autoren-Team nutzeFühlst du dich auch manchmal am Limit und weißt nicht mehr, wann du alle Sachen erledigen sollst?

Wenn ich mehr erledigen will und darüber mein DJ-Geschäft ausbauen will, könnte ich alles selbst machen. Irgendwann weiß ich dann nicht mehr wo mir der Kopf steht.

Ein Burnout ist idiotischerweise fast schon so etwas wie ein Ritterschlag in unserer Leistungsgesellschaft geworden. Das ist bestimmt der falsche Ansatz.

Oder ich fange an, manche Aufgaben auszulagern. Dann bezahle ich andere Leute für ihre Hilfe, ich kann selbst entspannter Arbeiten und wachse im besten Fall schneller. Für diese Erkenntnis habe ich Jahre gebraucht.

Erst vor drei Jahren entdeckte ich, dass ich nicht alles selbst machen muss. Das Internet bietet fantastische Möglichkeiten kleine Aufgaben von anderen Personen erledigen zu lassen.

Es ist ein bisschen so, als würde ich mich selbst klonen. Dann arbeitet eine Horde von Minions jeweils an einer kleinen Aufgabe. Diese Mini-Ergebnisse baue ich anschließend zu einem großen Gesamtbild zusammen.

Da das Outsourcing-Thema sehr umfangreich ist, werde ich eine vierteilige Serie daraus machen:

DIY - Alles selbst machen wollen

Bevor ich mich als Arbeitgeber gesehen habe, war ich im Alter von 35 Jahren noch im Schüler-/Studentenmodus gefangen. Ich investierte meine Zeit, um Geld zu sparen und alles selbst zu machen.

Wenn du keine zwei linke Hände hast, dann ist Do-It-Yourself (DIY) die normale Arbeitsweise. Deshalb baute ich die Flightcases für meine Plattenspieler selbst. Mit Stichsäge, Nietenzange und Gehrungssäge bewaffnet, verwandelte Quadratmeter von Birkensperrholz und meterweise Aluminiumprofile in Flightcases. Bei Thomann hätte ich Flightcases mit passenden Schaumstoffpolstern für jeweils 99 Euro bekommen.

DIY-Thorsten kann das billiger, redete ich mir ein. Und es macht ja auch Spaß Aluminiumprofile zu feilen und sich dabei die Finger einzuquetschen.

Muss ich wirklich alles selbst erledigen?

Damit ich mit der DIY-Methode mehr schaffe, brauche ich mehr Zeit. Jedoch ist meine Zeit eine begrenzte Ressource. Wir haben alle nur 24 Stunden pro Tag.

Zunächst habe ich mir so viel Zeit freigeschaufelt wie möglich. Der einfachste Weg, wie ich knapp vier Stunden pro Tag zusätzliche gewonnen habe: ich schaffte meinen Fernseher ab. Durchschnittlich verbringen wir 221 Minuten pro Tag vor dem Fernseher. Wozu? Um mich berieseln zu lassen?

Die gewonnenen vier Stunden pro Tag nutze ich zum Lernen über Suchmaschinen-Optimierung, Blog schreiben sowie mit Videos und Musik zu experimentieren.

Ziemlich schnell beschäftigte ich mich mit noch mehr Kleinkram, der mich zwar weiterbringen würde, aber unglaublich aufhält.

  • Muss ich wirklich selbst drei Stunden lang den kleinen Javascript-Fehler auf meiner Webseite suchen, wenn ein erfahrener Programmierer das in 5 Minuten erledigen kann?

  • Muss ich wirklich das Buchcover für mein House Classics E-Book selbst designen, oder kann das nicht ein Profi erledigen, der noch dazu Zugriff auf einen Fundus an passenden Stockfotos hat.

  • Muss ich wirklich alle Twitter-Nachrichten selbst verfassen und in einen Redaktionskalender einpflegen?

  • Muss ich wirklich einen ganzen Samstag im Monat opfern, um Bad und Küche zu putzen, wenn eine routinierte Putzfrau das in zwei Stunden erledigt?

Selber machen oder machen lassen

Deshalb war auch die erste Aufgabe, die ich vergeben habe, meine Wohnung zu putzen. Über den Hauswirtschaftlichen Servicedienst heuerte ich eine Putzfrau an, die alle zwei Wochen bei mir klar Schiff machte.

In vier Stunden erledigte sie das, wofür ich früher ganze Samstage mit Badputzen beschäftigt war. Dafür musste ich zwar über 100 Euro pro Monat bezahlen, auf der anderen Seite hatte ich mir meine Zeit zurück gekauft, die ich für wichtigere Dinge benutzen konnte.

Texte schreiben lassen

Als zweiten Outsourcing-Schritt experimentierte ich für andere Internetprojekte mit Ghostwritern.

Neben diesem Blog mit DJ-Tipps betreibe ich ein paar andere Webseiten und Blogs. Wenn die Anfangseuphorie verflogen ist, vernachlässige ich diese Seiten meist nach einigen Jahren. Entsprechend ließen die Besucherzahlen nach, weil ich lange Zeit keine aktuellen Beiträge mehr schrieb.

Diese Internetprojekte wollte ich wiederbeleben, indem ich neue Texte von fremden Autoren schreiben ließ.

Die ersten Ergebnisse waren ernüchternd bis richtig schlecht. Ständig musste ich an der Rechtschreibung und dem Stil herummäkeln, weil mich die Autoren nicht verstanden haben, was ich eigentlich von ihnen wollte.

Mit der Zeit lernte ich dazu, wie ich den Autoren vermitteln kann, worauf ich wert lege.

Aufgaben verständlich formulieren

Zunächst habe ich gedacht, die anderen Autoren wären zu blöd meine klaren Vorgaben zu verstehen. Ich habe mir den Mund fusselig geredet, über einheitliche Rechtschreibung und die Vermeidung des Nominalstils.

Bis ich mir Gedanken darüber machte, dass ich vielleicht zu blöd bin, meine Wünsche verständlich zu formulieren.

Also testete ich bei einigen neuen Ausschreibungen konkrete Beispiele, wie ich mir den Text vorstelle und für wen die Autoren schreiben sollten.

Zurzeit verwende ich zum Beispiel diesen Ausschreibungstext:

Schreiben Sie so, wie Sie mit Ihrem besten Freund sprechen würden. Den Leser können Sie ruhig mit "du" ansprechen und aus der Ich-Perspektive schreiben. Die Keyword-Dichte ist nicht wichtig.

Bitte machen Sie Text persönlich und legen Sie den Inhalt nicht als anonyme Beschreibung von Sachverhalten an. Was gefällt Ihnen, was gefällt Ihnen nicht, welche Erfahrungen sollten die Leser vermeiden?

Vermeiden Sie unbedingt platte Floskeln, wie zum Beispiel:
"sorgt derzeit unter den Musikfans für Aufsehen"
"bringt dich dazu das Tanzbein zu schwingen"
"passt bestens zur sommerlichen Stimmung"
"Meisterwerk das die Charts im Sturm eroberte"
"ist ein herausragender Musiker"
"wird in den angesagtesten Clubs gespielt"
"verbreitet sich wie ein Lauffeuer"

Seitdem ich die Autoren so oder so ähnlich für die Schreibaufgabe vorbereite, ist die Qualität der Artikel deutlich gestiegen.

Meine Ausschreibungstexte von früher sind ein gutes Kontrastbeispiel dazu. In der Ausschreibung des Artikels orientierte ich mich anfangs an Standard-Formulierungen, wie sie von den Autoren-Plattformen vorgeschlagen werden.

Wichtige Hinweise zum gewünschten Text

  • Schreiben Sie in der aktiven Form.

  • Schreiben Sie auf keinen Fall im Nominalstil.

  • Benutzen Sie einfache Sätze, keine komplizierten Schachtelsätze oder Passiv-Konstruktionen.

  • Achten Sie auf korrekte sowie einheitliche Rechtschreibung.

  • Im Idealfall erzeugen Sie Bilder im Kopf des Lesers.

Allgemeine Hinweise zum gewünschten Text

  • Verwenden Sie einen gehobenen und dennoch lockeren, sachlichen, informativen und nicht werbenden Sprach-Stil.

  • Der Text oder Teile des Textes dürfen nicht kopiert oder abgeschrieben sein. Wörtliche Zitate sind erlaubt, Sie müssen sie als solche kennzeichnen und mit der Quellenangabe belegen. Bitte übernehmen Sie auf gar keinen Fall komplette Textpassagen aus dem Internet oder Ihren eigenen Arbeiten.

  • Schreiben Sie nicht in der Ich-Form und sprechen Sie den Leser im Text nicht persönlich an.

  • Der Text soll eine positive Grundhaltung haben, berechtigte Kritik ist jedoch nicht ausgeschlossen.

  • Fachbegriffe können Sie gerne einstreuen. Bitte erklären Sie diese Fachbegriffe im Text.

  • Links als Quellenangabe oder Hinweis auf weitere Informationen führen Sie bitte nur am Ende des Artikels an. Fügen Sie keine Links oder Namen von Unternehmen direkt in den Text ein.

  • Bitte fügen Sie - falls sinnvoll - Absätze in den Text ein. Absätze sind die Trennung von zwei Textteilen durch eine Leerzeile.

Hast du diesen Ausschreibungstext bis zum Ende gelesen?

Meine komplizierten Formulierungen würde ich ab dem ersten Drittel auch nur noch überfliegen. Entsprechend hielt sich kein Autor an diese Vorgaben.

Wie und wo findest du schnell den richtigen Autor?

Gute Autoren fand ich über Seiten wie:

Die beiden großen Agenturanbieter Content.de und Textbroker.de setzen einige Hürden für potenzielle Autoren. Damit filtern sie niedrige Qualität aus. Wenn ich mein Projekt präzise beschreibe, bekomme ich den fertigen Text automatisch nach wenigen Tagen geliefert.

Auf den beiden Jobbörsen Texterjobboerse.de und Bloggerjobs.de kann sich dagegen jeder als Autor bewerben. Auf meine Ausschreibungen erhalte ich entsprechend viele Bewerbungen.

Bei der Vielzahl an Bewerbungen habe ich ein System entwickelt, um schnell aussieben zu können. In die Ausschreibung baue ich zwei Aufgaben als versteckte Bewerbungshürde ein:

Nenne mir deinen Wortpreis und
schicke mir drei Textbeispiele.

Alle Bewerbungen sammle ich in einer Tabelle, mit Namen, Datum und ob die beiden Aufgaben erledigt wurden. Erfüllt jemand diese zwei simplen Anforderungen nicht, dann fällt der Kandidat zunächst aus dem Raster.

Qualität kostet etwas Geld

Mit dieser Erfahrung kann ich bei neuen Autoren oft schon anhand des E-Mail-Schreibstils erkennen, ob wir zueinander passen. Diese Erfahrung wirst du jedoch erst im Laufe der Zeit gewinnen. Mache dich am besten darauf gefasst, etwas Lehrgeld zu bezahlen.

Für 5 Euro schreibt kein halbwegs passabler Autor einen Text mit 500 Worten. Dafür rechne ich jetzt eher mit 16,50 Euro, also 3,3 Cent pro Wort.

Autoren rechnen übrigens meist pro Wort ab. Dabei reicht die Preisspanne von einem Cent pro Wort bis 10 Cent pro Wort oder noch mehr. Für deine ersten Aufträge würde ich mit einem Mittelwert von 2,5 bis 5 Cent pro Wort starten.
Damit du eine Gefühl für den Textumfang bekommst, nenne ich dir die Wortzahl dieses Artikel: Der Text dieser Webseite beträgt ungefähr 3.300 Worte. 

Es werden aber auch Autoren dabei sein, die hervorragend schreiben können und sich viel zu günstig verkaufen. In diesem Fall, probiere ich immer, ob die Qualität auch bei weiteren Textaufträgen konstant bleibt. Ist das der Fall, dann bezahle ich freiwillig mehr. Schließlich möchte ich langfristig mit diesen Profitextern zusammenarbeiten und sie nicht abzocken.

So fand ich mittlerweile einen Stamm an Autoren, die ganz passable Texte abliefern.

Sehr häufig vergebe ich Aufträge, um meine Blogposts in passende Pressemitteilungen umschreiben zu lassen. Suchmaschinen wie Google mögen es überhaupt nicht, wenn der gleiche Text an mehreren Stellen im Internet auftaucht.

Dafür kommt die Hilfe meiner ge-Minion-ten Autoren gerade recht. Aus dem Klappentext meines House Classics E-Books habe ich eine Pressemitteilung schreiben lassen. Dieser Pressetext wurde zwei Mal abgedruckt und erreichte ungefähr 300.000 Leser. Nicht schlecht für einen Text der 16,10 Euro gekostet hat.

Welche Aufgaben soll ich outsourcen?

Im ersten Teil dieser vierteiligen Serie über Outsourcing-Plattformen in den Interwebs konzentrierte ich mich auf Text-Aufträge. Für mich war das der Einstieg in eine ganz neue Welt.

Gleichzeitig war die Hilfe anderer Personen ein dramatischer Einschnitt, weil diese Arbeitszeit Geld kostet. Es ist eine Frage deiner Einnahmen, wie viele Aufgaben du outsourcen kannst.

Dennoch kann ich dir nur empfehlen dich auf die wichtigsten Aufgaben zu konzentrieren, die nur du erledigen kannst.

Deinen Auflegestil willst du bestimmt niemand anderem beibringen, damit du in Zukunft am Samstagabend ins Kino gehen kannst, während deine Minion-Armee die Clubs rockt.

Aufgaben outsourcen - Wie ich als DJ ein virtuelles Autoren-Team nutze

Die Minion-Grafik zu diesem Blogpost habe ich bei einer Plattform namens Fiverr in Auftrag gegeben. Mehr darüber schreibe ich im zweiten Teil dieser Serie über Outsourcing und wie ich ein virtuelles Team aufgebaut habe.

Mit meinen bescheidenen Grafikkenntnissen hätte ich es bestimmt nicht geschafft, mich als Minion zu karikieren. Selbst wenn ich es versucht hätte, wäre ich Stunden damit beschäftigt gewesen.

Nutzt du die Dienste von Autoren, Textern und Ghostwritern bereits? Dann würde ich mich freuen, wenn du deine Erfahrungen als Kommentar weiter unten schreibst.

Die weiteren Teile dieser Blogpost-Serie zum Thema Outsourcing findest du hier:

 

Kommentare 

 
0#1Jörg Backhaus04.08.2015 22:32
... Du kommst auf Ideen - super !!!

Auch die Minions im Thorsten-Style sind top. So etwas hat nicht jeder ;)
Zitieren
 
 
0#2DJ Rewerb05.08.2015 11:38
Hallo Jörg,
ja, irgendwie sind wir doch alle Freaks ;-)

Bald hat es jeder, wenn du im nächsten Teil liest, wie du für 5 US-Dollar zum Minion wirst.

Viele Grüße,
Thorsten
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Mein Name ist Thorsten aka DJ Rewerb und diese DJ-Tipps schreibe ich, um dich als DJ auf neue Gedanken zu bringen. Nach 24 Jahren hinter dem Mischpult weiß ich, dass DJing sehr viel mehr ist als Lieder in einer Disco aufzulegen.

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