DJ Rewerb | Discjockey, Podcaster und Blogger

 
DJ Rewerb | Funky, Club, Electro & Progressive House Music DJ Begriffe


DJ Begriffe als Lexikon oder Glossar erklärt

12", Twelve Inch

Ausgesprochen wird 12" englisch als Twelve Inch.

12" ist die kurze Schreibweise für die Maßeinheit 12 Inch. Ein Inch entspricht 2,54 cm.

Der Durchmesser eine Maxi-Single aus Vinyl wird in der Maßeinheit Inch angegeben. Die Größe von 30,48 cm entspricht genau einer Langspielplatte (LP).

Allerdings ist die Abspieldauer einer 12" Maxi geringer als bei einer LP, weil Maxis meist mit 45 Umdrehungen pro Minute (RPM, engl. revolutions per minute) abgespielt werden. DJs bevorzugen Maxis, weil dort die Rillen weiter auseinander liegen und die höhere Umdrehungszahl von 45 RPM ein druckvolleres Mastering zulässt.

 

230 V

Die Netzspannung in Europa beträgt 230 Volt. Die Angabe 230 V ist dir bestimmt auf vielen elektrischen Geräten aufgefallen.

An jeder Schutzkontakt-Steckdose liegt also eine elektrische Nennspannung von 230 Volt an. Die Maßeinheit Volt ist nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt.

Weil viele elektrische Geräte wie CD-Player, Verstärke, Mischpult sowie Fernseher und Computer intern mit anderen Spannungen arbeiten, ist dort ein Netzteil eingebaut. Das Netzteil erzeugt aus den 230 V niedrigere Spannungen wie 5 Volt und 12 Volt.

 

Amp, Preamp

Amp ist die Abkürzung des englischen Begriffs Amplifier und meint einen Verstärker für Tonsignale.

Ein Amp oder Verstärker verstärkt die geringe elektrische Leistung eines Mischpultausgangs auf eine hohe elektrische Leistung mit der Lautsprecher betrieben werden.

Ein Preamp bzw. Pre-Amp ist ein Vorverstärker, der zwischen ein leises Instrument und ein Mischpult geschaltet wird. Dieser Vorverstärker verstärkt das Tonsignal soweit, dass es an jedem Eingang des Mischpults angeschlossen werden kann.

Preamps werden zum Beispiel zwischen Mikrofone und das Mischpult geschaltet, wenn das Tonsignal des Mikrofons zu leise wäre. Dabei müssen diese Vorverstärker besonders hochwertig ausgelegt sein, um das Rauschen möglichst nicht ebenfalls zu verstärken.

 

Antiskating | Plattenspieler richtig einstellen

Antiskating bedeutet bei einem Plattenspieler eine einstellbare Gegenkraft, um die Kräfte des Tonarms auszugleichen. Dazu befindet sich am Fuß des Tonarms eine kleine Stellschraube.

Um das Antiskating kursieren viele Gerüchte, wie man diese Kraft richtig einstellt.

Eine Faustregel besagt die Schraube so einzustellen, wie die Höhe des Tonarms.

Wenn das Antiskating präziser einstellen möchtest, benötigst du eine Schallplatteseite ohne Rillen. Darauf setzt du die Nadel ab und justierst die Antiskating-Schraube so, dass der Tonarm weder nach innen noch nach außen wandert.

Die Antiskating-Kraft stimmt, sobald der Tonarm auf jeder Stelle der Schallplatte stehen bleibt, obwohl sich die Platte darunter dreht.

 

Bedroom-DJ

Bevor du als DJ in einem Club auflegst, wirst du in deinem Schlafzimmer, Kinderzimmer, im Wohnzimmer oder im Partykeller üben. Als Bedroom-DJs werden angehende DJs bezeichnet, die noch keine großen Auftritte hatten oder sowieso lieber zuhause auflegen.

 

Booth Ausgang oder Booth Out

Am Booth Ausgang eines Mischpults wird der Verstärker für die Monitorboxen des DJ-Bereichs angeschlossen. Als DJ kannst du über den Booth-Regler des Mischpults deine Vorhör-Lautstärke unabhängig vom Master-Regler einstellen.

Wobei das Audio-Signal des Master-Ausgangs, des Record-Ausgangs und des Booth -Ausgangs identisch ist. Die Lautstärken lassen sich jedoch unterschiedlich einstellen.

"Booth" ist Englisch und bedeutet so viel wie Stand, Marktbude und phone booth ist eine Telefonzelle. DJ booth meint den Bereich einer Discothek, der den DJs vorbehalten ist. Du kannst "dj booth" auch mit DJ Kanzel übersetzen.

 

Bootleg

Illegal veröffentlichte Version eines Songs oder Konzert-Mitschnitt der ohne Zustimmung des Rechteinhabers veröffentlicht wird.

Wenn du für eine neue Remix-Version von "Billie Jean" die Stimme von Michael Jackson und Instrumentalteile des Originalsongs verwendest, dann erstellst du bestimmt ein Bootleg, weil dir die Plattenfirma nicht das Recht einräumen wird die Bestandteile des Lieds zu verwenden.

 

BPM

BPM ist die Maßeinheit für die Geschwindigkeit eines Musikstücks. Als Abkürzung steht BPM für Beats Per Minute beziehungsweise aus Deutsch für Beats pro Minute.

Die Zahl gibt also die Anzahl der Taktschläge pro Minute an. Genretypisch sind

  • 80 - 105 BPM: Hip-Hop, RnB, Soul

  • 110 - 120 BPM: Disco

  • 120 - 134 BPM: House, Deep House, Funky House, Club House

  • 130 BPM und mehr: Trance

  • 80 - 90 BPM und 140 - 150 BPM: Rock, Alternative

Wobei diese Grenzen fließend sind, denn mir fallen auch Hip-Hop-Songs mit 107 BPM ein, sowie House-Lieder mit 118 BPM.

 

Case

Kurzform für Flightcase

 

Copyright

Wörtlich übersetzt bedeutet Copyright auf Deutsch das Urheberrecht.

Beachte, dass es im deutschen Rechtssystem eigentlich kein Copyright gibt. Das bedeutet aber nicht, dass ein Lied oder ein Text hierzulande nicht geschützt ist. Vielmehr teilt sich das Urheberrecht in das Urheberpersönlichkeitsrecht und die Verwertungsrechte auf.

 

Cue, Cue-Punkt

Cue hat mehrere Bedeutungen. Einerseits ist die Vorhörtaste am Mischpult mit "Cue" beschriftet. Wenn du die Cue-Taste drückst, dann wird die Musik des ausgewählten Mischpultkanals an den Kopfhörer geschickt. Darüber kannst du das nächste Lied vorhören.

Der Cue-Punkt ist der Startpunkt eines Liedes. Meist wird dafür der Anfang der Kickdrum des ersten Takts verwendet. In schwierigen Fällen benutze ich als Cue-Punkt aber auch die High-Hat des ersten Takts.

Diesen Cue-Punkt kannst du für jedes Lied individuell bestimmen. Über die Cue-Taste des CD-Players ist der Startpunkt immer wieder abrufbar.

Cue als Startpunkt eines Lieds für DJ-Mix

 

Decks

Sammelbegriff für Plattenspieler und/oder CD-Player.

 

Dezibel

Dezibel ist eine logarithmische Maßeinheit, die vor allem in der Akustik und Elektronik verwendet wird. Die Abkürzung für Dezibel ist dB.

Wobei die eigentliche Maßeinheit für die relative Lautstärke in Bel gemessen wird. "Dezi"  bedeutet, dass es sich bei Dezibel um ein Zehntel Bel handelt.

Die Einheit Bel ist nach Alexander Graham Bell benannt, einem britischen Erfinder der dem Telefon zum Durchbruch verhalf.

 

DJ, Deejay, Disc Jockey oder Discjockey

DJ ist eine Abkürzung für Disc Jockey oder Discjockey. Ein DJ spielt Musik von Tonträgern für ein überwiegend unbekanntes Publikum, mit dem Ziel die Gäste zum Tanzen zu animieren.

Was bedeutet DJ?

Der Disc Jockey (DJ) stammt aus dem Englischen, wobei sich "Disc" als erster Namensbestandteil auf den ursprünglichen Umgang mit Schallplatten bezieht.

 

DJ-Battle

Zwei DJs treten in einem Wettkampf gegeneinander an. 

 

DJ-Führerschein

Der DJ-Führerschein wurde vom Bundesverband Discjockey e.V. (BvD) eingeführt, um möglichen Lautstärke-Begrenzungen in Discotheken zuvor zu kommen. Der Verein führt die Prüfungen durch und stellt den DJ-Führerschein aus.

Eine Pflicht zum DJ-Führerschein besteht nicht.

Zwar empfehlen die Initiatoren, dass Discotheken nur noch DJs mit Führerschein einstellen sollen. Ich selbst wurde seit dem Jahr 2004 noch nie von einem Club-Betreiber nach dieser Befähigung gefragt.

 

DJ-Kanzel

Abgetrennter Bereich einer Discothek, in dem DJs die Musik abspielen können.

Zu Hochphase der Discozeit in den späten 1970er Jahren war dieser DJ-Bereich auch gerne mal über der Tanzfläche angebracht. Dann wirken die Disc-Jockeys schon eher so, als ob sie von einer Kanzel predigen würden, wie Pfarrer aus der Kirchen-Kanzel.

Die DJ-Kanzel hat übrigens nichts mit Kanzler zu tun.
Meinen Podcast über das Auflegen habe ich ebenfalls "DJ Kanzel" genannt. Dort hörst du Interviews mit bekannten DJ-Kollegen.

 

DJane - Weiblicher Discjockey

Die Frage nach DJane wird oft in Kreuzworträtseln gestellt. Falls du danach suchst: DJane hat fünf Buchstaben.

Als anderes Wort für weibliche DJs wird gelegentlich She-DJ verwendet, wobei der Begriff in Deutschland nicht sehr häufig verwendet wird.

Zur Entstehungsgeschichte von DJane konnte ich keine Beleg finden, wo der Name zum ersten Mal erwähnt wurde. Eventuell hat sich DJane als Anspielung auf den weiblichen Vornamen Jane so schnell in den Köpfen festgesetzt.

Einige weibliche DJs setzen alternativ "Miss" vor ihren Künstlernamen.

 

Doppel-CD-Player

Die ersten CD-Player für die professionellen Ansprüche der DJs bestanden aus zwei CD-Playern, die in einem Gehäuse eingebaut waren. Das eigentliche CD-Laufwerk war baugleich mit Laufwerken aus Hifi-CD-Playern und die CD-Schubladen funktionierten wie bei einem CD-Rom-Laufwerk am Computer.

Diese CD-Schubladen sind ein Schwachpunkt in der Konstruktionsweise, weil sie im Discotheken-Betrieb schnell beschädigt werden können. Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich früher an den ausgefahrenen Schubladen hängen geblieben bin oder sich die Laufwerksschublade nicht geschlossen hat, weil das Kopfhörerkabel eingeklemmt war.

Vermutlich auch deshalb haben sich Slot-In-Laufwerke durchgesetzt, bei der die CD automatisch eingezogen wird. Das funktioniert wie bei Autoradios oder den CD-Laufwerken früherer Apple-Laptops.

 

Equalizer (EQ)

Mit einem Equalizer lassen sich bestimmte Frequenzbereiche in der Lautstärke anheben oder absenken. Damit kannst du den Klang eines Musikstücks anpassen, indem du den Bassbereich leiser machst, die Mitten betonst oder die Höhen veränderst.

In DJ-Mischpulten werden häufig parametrische Equalizer eingebaut, die einen gesamten Frequenzbereich verändern.

Equalizer des DJ-Mischpults Pioneer DJM 900

Der Begriff Equalizer wird häufig mit EQ abgekürzt.

Im Musikbereich werden Equalizer sehr vielfältig eingesetzt, zum Beispiel um verzerrte Tonaufnahmen zu korrigieren, Rückkopplungen bei Mikrofonen und Live-Instrumenten zu vermeiden oder den Klang eines Musikstücks zu verändern.

 

Flightcase

Wiederverwendbare Transportboxen für technische Geräte, Schallplatten und sonstige Veranstaltungstechnik.

Diese Kisten müssen extrem harte Bedingungen des Tour-Alltags überstehen und die verpackten Geräte sicher schützen. Dabei sollen Flightcases gleichzeitig extrem leicht sein, damit das Verpackungsgewicht beim Transport nicht allzu sehr ins Gewicht fällt.

Früher würden Flightcases aus Birkensperrholz und speziellen Aluminium-Profilen hergestellt. Mittlerweile gibt es auch sehr gute Flightcases aus Kunststoff. Dadurch reduziert sich das Gewicht noch weiter und diese Transportkisten meist deutlich leichter sind als vergleichbare Holzkisten.

 

Gaffa, Gaffertape

Das Gewebe-Klebeband hat sehr viele Namen. Je nachdem wo du dich auf der Welt bewegst, ist Gaffa auch bekannt als Panzerband, Duct Tape, Duck Tape, Gaffer Tape, Gaffer‘s Tape, Gafferband, MacGyver-Tape, Lasso oder Gaffa Tape.

Obwohl hinter den Namen unterschiedliche Hersteller stecken ist das Prinzip sehr ähnlich. Wenn du das Gewebe quer zur Abrollrichtung einreißt, kannst du Gaffa ohne Schere oder Messer in jede Länge kürzen. Ein kurzer Ruck reicht.

Ziehst du dagegen das Band in der Länge, ist das Klebeband extrem belastbar. Außerdem haftet der Klebe selbst auf schmutzigen Untergründen. Du kannst damit sogar einen Sandkasten reparieren.

Diese Eigenschaften machen Gaffa zum Universalwerkzeug auf der Bühne. Kabel lassen sich schnell und sicher am Boden festkleben. Kleinere Beschädigungen an Geräten lassen sich sofort an jeder Stelle beheben. Die Klebestelle ist sogar einigermaßen Wasserdicht.

Und genauso schnell lässt sich Gaffa nach kurzer Zeit wieder rückstandsfrei entfernen. 

 

Gig

Künstler wie Musiker und DJs sprechen von Ihrem Auftritten meist als Gigs. Der Begriff deckt das technische und organisatorische Drumherum wie Abrechnung und Aufbau bei einer Party-Veranstaltung gleich mit ab.

 

Jack

In Verbindung mit Audiosteckverbindungen bezeichnet Jack meist einen Klinkenstecker.
Auf Englisch heißt ein 6,3 mm Stereoklinken-Stecker: "Quarter Inch Stereo Jack".

Die kleinere Bauform kennst du bestimmt als Kopfhörerstecker deines Smartphones. Diese Stecker werden auch 3,5 mm Klinkenstecker genannt.

 

Kompressor

Ist dir beim Fernsehen schon einmal aufgefallen, dass die Werbung deutlich lauter klingt? Diese Lautheit wird mit Audio-Kompressoren erreicht.

Ein Kompressor erhöht bei Musik und Tonsignalen die wahrgenommene Lautstärke. Dies wird auch als Loudness bezeichnet. Ein komprimiertes Musikstück klingt deutlich lauter als nicht komprimierte Musik. Deshalb setzen Radiosender spezielle Kompressoren ein, die einer Radiostation ihren besonderen Klang verleihen.

Ein Tonsignal wird mit einem technischen Trick komprimiert. Zunächst reduziert ein Kompressor die lautesten Spitzen eines Tonsignals. Dann wird die Lautstärke des begrenzten Signals auf die maximal mögliche Lautstärke angehoben. Dadurch wirken selbst leise Passagen in der Musik deutlich lauter als vorher.

Die Kompressoreinstellungen beeinflussen das Ergebnis sehr stark, weil sonst ein typisches Pumpen des Audio-Kompressors hörbar wird. Die wesentlichen Parameter sind Threshold, Attack, Delay. 

 

LFO, Low Frequency Oscillator

LFO ist die Abkürzung von Low Frequency Oscillator, also ein Oszillator der auf einer niedrigen Frequenz arbeitet.

Jetzt muss ich natürlich etwas weiter ausholen und zunächst erklären, was ein Oszillator macht. Ein Oszillator ist nichts anderes als eine elektrische Schaltung die als Schwingkreis arbeitet und ein Wechselspannungssignal erzeugt.

Ein Low Frequency Oscillator erzeugt also ein elektrisches Signal mit einer niedrigen Frequenz von 10 Hertz (Hz) und weniger. Diese Frequenz ist für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar. 1 Hz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.

Die erzeugten Signale können unterschiedlich aussehen:

- Sinus
- Rechteck
- Sägezahn
- Dreieck

Weil sich das Signal so langsam ändert, eignen sich die unterschiedlichen Wellenformen sehr gut, um andere Elemente der Klangerzeugung zu steuern. Dann spricht man davon, dass das LFO-Signal etwas moduliert. Das Ergebnis sind Audio-Effekte wie Vibrato, Tremolo und Panorama.

In machen Mischpulten wie dem Pioneer DJM-700 findest du einen LFO-Filter. Darüber steuert die Wellenform des Oszillators die Eckfrequenz eines Filters. Über den LFO-Regler lässt sich die Klangveränderung des Autoeffekt-Filters einstellen. 

 

Limiter

Ein Limiter beschränkt die maximale Lautstärke eines Audiosignals. Signale unter dem eingestellten Schwellwert passieren den Limiter ohne Veränderung.

In Discotheken werden Limiter häufig zwischen dem Mischpult und den Verstärkern eingesetzt, um die Elektronik und die Lautsprecher gegen ein Übersteuern zu schützen.

Egal wie laut ein DJ das Mischpult aufdrehen würde, der Limiter begrenzt die Lautstärke immer auf eine eingestellte Obergrenze.

Außerdem werden Limiter vom Ordnungsamt vorgeschrieben, um die Lärmbelästigung in der Umgebung eines Clubs in Grenzen zu halten. Dadurch kann die Musik nie lauter wiedergegeben werden, als am Limiter eingestellt ist. Diese Limiter werden anschließend plombiert und lassen sich nicht mehr ändern.

In manchem Endstufen ist außerdem ein Limiter eingebaut, den du an einer Clipping-LED erkennst. Sobald eine zu hohe Ausgangslautstärke die Verstärker-Elektronik oder die Lautsprecher beschädigen würde, greift der Endstufen-Limiter ein und begrenzt das Signal. 

 

Line-Up

Das Line-Up gibt an, welche Künstler und DJs bei einer Veranstaltung auftreten. Üblicherweise werden die Namen auf Plakaten, Flyern und der Webseite genannt, um den Werbeeffekt bekannter Stars zu nutzen.

Außerdem habe ich auch schon oft gesehen, dass bei Festivals die genauen Spielzeiten vor Ort ausgehängt werden.

 

Loop, Endlosschleife

Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Loop eine Schleife. Im Zusammenhang mit Musik ist eine Endlosschleife gemeint. Die gleiche Stelle im Musikstück wird also immer wieder wiederholt.

So lange, bis du als DJ den Loop verlässt.

Bei Beatmixing ist das sehr praktisch, weil du jede beliebige Stelle eines Songs automatisch wiederholen lassen kannst.

Damit ermöglichen Loops den Instrumentalteil am Anfang eines kurzen Radiomixes zu verlängern. Wähle zum Beispiel einen 4 Takte-Loop und lasse diese Instrumentalschleife so lange spielen, bis du mit dem Übergang fertig bist. Erst dann drückst du auf "Loop Exit" und sofort beginnt der Gesang deines nächsten Lieds.

Technisch wurden Loops vor allem möglich, weil die CD-Player und DJ-Programme die Songstruktur immer besser erkennen können. Darüber wird eine Beat-Quantisierung möglich, das heißt der CD-Player hält sich sehr genau an das erkannte Taktmuster.

Bei Pioneer CD-Playern bemerke ich dennoch eine minimale Abweichung der Geschwindigkeit wenn ich manche Songs im Loop laufen lasse. Dann stelle ich die Geschwindigkeit über den Pitchfader so ein, dass die geloopte Stelle mit dem gleichen Tempo des vorherigen Songs läuft.
Sonst musst du in einem Loop häufiger Anschieben oder Abbremsen, was über 30 Sekunden schnell zu einer Herausforderung werden kann.

 

Mapping

Mit Mapping ist das sogenannte Midi-Mapping gemeint, also eine Definition welche Taste eines DJ-Controllers welche Funktion der DJ-Software steuert. Weil es sehr umständlich wäre, dass jeder DJ diesen Bezug selbst festlegen muss, gibt es fertige Mapping-Dateien für alle bekannten Controller. 

 

Mashup/Mash-Up

Zwei oder mehrere Lieder laufen über ihre gesamte Laufzeit synchron. Dabei sollten sich die Lieder in der Tonart, Geschwindigkeit, Instrumentalisierung und Vocals ergänzen.

Im Verlauf des Mashups können einzelne Lieder stärker betont werden, in dem sie lauter reingemixt werden oder nur einzelne Song-Bestandteile wie Melodie im Mashup-Mix hörbar sind.

 

Mastering

Endabmischung eines Liedes vor der Veröffentlichung auf einem Tonträger.

 

Ortofon Systeme

Am Tonarm eines Plattenspielers ist ein System montiert, das die Plattenspielernadel auf die Schallplatte aufsetzt. Ein Ortofon System ist ein spezielles Plattenspieler-System bei dem die umständliche Justierung der Plattenspielernadel entfällt.

Dies wird über einen speziellen Bajonett-Verschluss erreicht der zum Beispiel am Ende des Tonarms des DJ-Plattenspieler Technics 1210 MK II angebracht ist.

Darüber kann der DJ schnell die Systeme wechseln. Außerdem sind Ortofon Systeme besonders leicht gebaut. Das geringe Gewicht reduziert den Aufwand für die Antiskating-Einstellung.

Außerdem lassen sich die Nadeln eines Ortofon Systems sehr schnell tauschen, weil der eigentliche Nadelträger ein kleines Plastikstück ist, das auf die Spitze des Systems gesteckt wird.

Für unterschiedliche Anwendungszwecke gibt es Plattenspielernadeln mit elliptischem und sphärischem Schliff. Außerdem sind spezielle DJ-Nadeln erhältlich die ein höheres Ausgangssignal erzeugen.

Vermutlich gelten Ortofon Systeme aus all diesen Gründen als Club-Standard unter Vinyl-DJs. 

 

PA, PA-Anlage

PA ist die Abkürzung für den englischen Begriff "Public Address". Damit ist die Musikanlage gemeint, die sich an die "Öffentlichkeit" gerichtet ist. Statt PA-Anlage oder PA-System verwenden Bühnentechniker die Abkürzung PA.

Je nach Raum der zu beschallen ist, kann eine PA unterschiedliche Größen haben. Während bei einem Festival mit 80.000 Besuchern riesige Boxentürme die Besucher beschallen, sind in einem kleinen Club mit 600 Personen viel weniger Lautsprecher notwendig. Mobile DJs verwenden meist ein System aus kleinen Boxen und ein/zwei Subwoofern, um die Musik zu übertragen.

Falls ausschließlich Sprache übertragen wird, können zum Beispiel die Subwoofer entfallen. Deshalb hängt die Dimension einer PA-Anlage sehr stark vom Einsatzzweck ab. 

 

Phantomspeisung

Als Phantomspeisung wird bezeichnet, wenn ein Mikrofon über das gleiche Kabel seine Versorgungsspannung erhält und auch das Audiosignal überträgt.

Dazu liefert das Mischpult eine Spannung von 48 Volt. Neue Mikrofone funktionieren auch mit niedrigeren Spannungen. Das Mischpult versorgt also das angeschlossene Mikrofon mit Strom. In die andere Richtung, vom Mikrofon zum Mischpult, wird das Audiosignal übertragen.

 

Pitchen

Pitchen ist die Geschwindigkeit eines Liedes verändern, damit zwei Lieder in der gleichen Geschwindigkeit laufen. Dies ist die Voraussetzung, um einen unhörbaren Übergang zwischen zwei Musikstücken zu erreichen.

Da sich mit der Abspielgeschwindigkeit auch die Tonhöhe (engl. pitch) verändert, spricht man eingedeutscht von Pitchen.

Die Geschwindigkeit der Musik lässt sich über den Pitchregler einstellen. Beim Technics 1210 Plattenspieler befindet sich auf der rechten Seite ein Schieberegler der die Schallplatte acht Prozent langsamer (nach hinten schieben) oder acht Prozent schneller (nach vorne ziehen) abspielt. Daher kommt der Begriff "Plus/Minus Acht".

 

Rekordbox

Rekordbox ist der Namen der DJ-Software von Pioneer.

Es gibt verschiedene Versionen der Software, deren Unterschiede ich erst auf den zweiten Blick verstanden habe:

  • Rekordbox als kostenlose Basisversion, um deine Musiksammlung zu organisieren

  • Rekordbox DJ, um Musik direkt über die Software abzuspielen. Der Computer lässt sich über DJ-Controller oder Pioneer CD-Player steuern

  • Rekordbox DVS lässt sich als Digital Vinyl System (DVS) verwenden oder über DJ-Controller sowie Pioneer CD-Player steuern

  • Rekordbox Video, um Videos synchron zur Musik abzuspielen. Diese Version lässt sich mit den neuesten CD-Playern sowie DJ-Controllern steuern.

 

Resident, Resident DJ

DJs die regelmäßig in einer Discothek auflegen werden als Resident-DJs bzw. in der Kurzform als Residents bezeichnet. Das dürfte auf den englischen Begriff resident für Einwohner, Bewohner zurückgehen.

 

RPM - Umdrehungen pro Minute

RPM steht als Abkürzung für Umdrehungen pro Minute (engl. revolutions per minute). Es ist eine Maßeinheit der Drehzahl. Bei Plattenspielern sind typische Werte:

  • 33 ⅓ bei LPs und Maxis mit längerer Laufzeit
  • 45 bei Maxis
  • 78 bei älteren Schellackplatten

Die Schallplatte legt pro Minute also 33 ⅓ oder 45 Umdrehungen zurück. Solltest du die falsche Geschwindigkeit eingestellt haben, wird die Tonhöhe verzerrt.

An einem Technics-Plattenspieler lässt sich die Umdrehungszahl auf der linken Seite über zwei Taster einstellen.

 

Shock-Proof

Der englische Ausdruck shock-proof bedeutet stoßsicher.

DJ-CD-Player der zweiten Generation haben die Musik von der CD in einen Zwischenspeicher eingelesen und nicht mehr direkt von der CD wiedergegeben. Deshalb waren diese CD-Player weniger empfindlich gegenüber Erschütterungen.

Im rauen Nachtleben kommt es häufiger vor, dass jemand gegen den Tisch rempelt auf dem die CD-Player stehen. Deshalb ist "shock-proof" eine sehr sinnvolle Funktion.

Moderne Medienplayer spielen meistens MP3-Dateien von einem Speichermedium wie einem USB-Stick, deshalb wird "shock-proof" zunehmend unwichtig. Für CD-Player ist es nach wie vor sehr sinnvoll. 

 

Slipmat

Zwischen den Teller eines Plattenspielers und der Schallplatte wird ein rundes Filzstück gelegt. Die weiche Oberfläche verhindert, dass die empfindliche Schallplatte beim Scratchen und Cuen verkratzt wird. Eine Slipmat hat die Größe einer 12" Maxi, also ca. 30,5 cm Durchmesser.

 

Spiegelkugel

Den Lichteffekt einer Spiegelkugel kennst du bestimmt aus älteren Discofilmen. Wobei eine Spiegelkugel nur passiv arbeitet und von einer Lichtquelle angestrahlt werden muss. Idealerweise richtest du einen Spot-Scheinwerfer oder einen Laserstrahl auf die Spiegelkugel.

Die vielen kleinen aufgeklebten Spiegel reflektieren viele Lichtstrahlen in alle Richtungen zurück.

Noch besser kommt der Spiegelkugel-Effekt zur Geltung, wenn die Spiegelkugel über einen langsam drehenden Motor bewegt wird. Darüber bewegen sich dann auch die abgelenkten Lichstrahlen. Im ganzen Raum und auf der Tanzfläche sind kleine Lichtpunkte sichtbar, die zum Beispiel über die Tanzfläche wandern.

Damit der Spiegelkugel-Effekt besser sichtbar wird, benötigtst du eine Nebelmaschine oder einen Hazer.

 

Stroboskop, Strobe

Ein Stroboskop ist ein Lichteffekt der beim Betrachter zu einem Zeitlupeneffekt führt.

Ein Blitzlampe erzeugt dazu im Abstand von Sekundenbruchteilen extrem helle Lichblitze. In einer ansonsten dunklen Umgebung auf der Tanzfläche nimmt das Auge nur noch die beleuchteten Momente wahr.

Strobe ist eine Abkürzung für Stroboskop.

 

Urheberrecht

Wenn du etwas außergewöhnlich Gutes aus dem Nichts erfindest, dann hast du, im Sinne des Urheberrechts, ein Werk geschaffen. Dieses Werk ist 70 Jahre über deinen Tod hinaus geschützt. In Deutschland musst du dein Werk nicht einmal anmelden, es genügt, dass du dieses Ding gemacht hast.

Der Gedanke des Urheberrechtsgesetzes ist, dass jeder Urheber frei darüber entscheiden kann, was er mit seinem Werk machen will. Besonders die wirtschaftliche Verwertung des Werks soll nur dem Urheber zugute kommen. Deshalb wird das Urheberrecht in das Urheberpersönlichkeitsrecht und die Verwertungsrechte aufgeteilt.

Dabei ist es unwichtig, ob es sich um Musik, einen Text oder ein Bild bzw. Foto handelt. Entscheidend ist jedoch die sogenannte Schaffenshöhe, um aus einer Kritzelzeichnung ein Werk im Sinne des Urheberrechts zu machen.

 

Vinyl

Vinyl ist die Kurzform von Polyvinylchlorid (PVC). Der Begriff Vinyl wird umgangssprachlich als anderes Wort für Schallplatte verwendet.

PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff. Für Schallplatten wird dem reinen Polyvinylchlorid bis zu 20 % Polyvinylacetat (PVAc) zugesetzt.

Bei Zimmertemperatur ist der Kunststoff hart ist. Bei Temperaturen um 150 °C wird das Roh-Granulat für Schallplatten flüssig und lässt sich ähnlich verarbeiten, wie beim Plastikspritzguss-Verfahren. Damit können kostengünstig hohe Kopienzahlen von einer Master-Schallplatte hergestellt werden.

Bis zum Jahr 2010 sanken die Verkaufszahlen von Vinylschallplatten in Deutschland auf 600.000 Stück pro Jahr. Für den extremen Rückgang wurden zum großen Teil die CD-Verkäufe und digitale Downloads verantwortlich gemacht. Interessanterweise steigen die Vinyl-Verkäufe seit dem Jahr 2011 wieder kontinuierlich an. 

 

Vorhören

Als Vorhören wird die Arbeitsweise eines DJs bezeichnet das nächste Lied bereits über den Kopfhörer anzuhören, während das Publikum noch ein anderes Lied hört. Dazu lässt sich am Mischpult jeder Kanal auswählen, um die Musik über den Kopfhörer zu hören. Dieses Vorhörsignal wird nicht zum Ausgangssignal übertragen. Das Publikum hört also niemals das Vorhöresignal. 

 

X-Assign

X-Assign steht bei einem Mischpult als Abkürzung für "an Crossfader zuweisen".

  • X = Abkürzung für cross, engl. kreuz, überkreuzen
  • to assign = engl. zuweisen, zuordnen

Mit diesem Schalter oder Drehregler kannst du einen Mischpult-Kanal einer Seite des Crossfaders zuweisen. Zum Beispiel ist Kanal 2 hörbar, wenn der Crossfader auf der linken Seite steht und Kanal 4, wenn du den Crossfader nach rechts schiebst.

Viele Mischpult verfügen über mehr als zwei Kanäle. Damit du den Crossfader universell für jeden Kanal einsetzen kannst, lässt sich der Crossfader mit X-Assign einstellen.

Die meisten Club Mixer verfügen über vier Kanäle, zum Beispiel Mischpulte von Pioneer und Allen & Heath. 

 

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