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2 super Tipps zum Steuern sparen beim DJ Nebenjob

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Geschrieben von DJ Rewerb  

2 super Tipps zum Steuern sparen beim DJ NebenjobEin neues Jahr beginnt und damit auch ein neues Finanzjahr. Ich sammle nun alle Belege, die ich für meine Steuererklärung 2012 benötige. Ja, Steuern sind ein leidiges Thema. Normalerweise beschäftige ich mich lieber mit Musik.

Einen Tipp gebe ich gleich zu Anfang des Jahres weiter. Weil ich nie selbst darauf gekommen wäre, wie einfach ich 1.000 Euro weniger zu versteuerndes Einkommen haben kann.

Die beiden Geheimnisse heißen Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen. Mit diesem Kleinkram kannst du etwas Steuern sparen und der Aufwand ist nicht hoch.

Fahrtkosten

Die ersten fünf Jahre meiner zweiten DJ-Karriere vernachlässigte ich die Benzinkosten, wenn ich mit dem Auto in die Clubs fuhr. Wie soll ich meine Ausgaben beweisen? Am Ende muss ich Tankbelege sammeln und Fahrtenbuch führen.

Es geht auch einfacher: Ich habe ein Tabellen-Dokument angelegt, in dem ich meine Einnahmen zu den Gigs aufschreibe. Meine Mini-Einnahmen-Buchhaltung.

Wichtig sind drei zusätzliche Spalten für

  • gefahrene Kilometer
  • Abfahrtszeit von der Wohnung
  • Zeit, zu der ich nach Hause zurückkehre

Tabelle Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen
Beispiel: Tabelle für Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen

Die Kilometer eines Jahre summiere ich einfach auf, multipliziere das Ergebnis mit 0,30 Cent (diesen Betrag setzt das Finanzamt zurzeit als durchschnittliche Fahrzeugkosten an). Letztes Jahr fuhr ich 3142 Kilometer, das steigerte meine Ausgaben also um 942,60 Euro. Und ich dachte immer, es lohnt sich nicht, wenn ich 4 Kilometer hier, 42 Kilometer dort und manchmal 198 Kilometer abrechne. Doch, tut es!

Verpflegungsmehraufwendungen

Es geht noch besser. Diesen Tipp gab mir mein Steuerberater. Bei unserem ersten Gespräch fragte er mich, wie lange ich fürs Auflegen aus dem Haus sei. Je nach Gig ist das unterschiedlich, mal 6 Stunden, meistens 10 Stunden und gelegentlich 15 Stunden.

Als Hausaufgabe gab er mir mit, dass ich aufschreiben soll, wann ich das Haus verlasse und wann ich zurückkomme. Das sind die beschriebenen zusätzlichen Spalten.

Jedes Mal, wenn ich mehr als 8 Stunden unterwegs bin, kann ich Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen. Der Betrag richtet sich nach den Stunden, die man unterwegs ist. Eigentlich gilt der Kalendertag, außer ich fahre nach 16 Uhr los und komme vor 8 Uhr zurück. Diese Zeiten sind sehr DJ-freundlich. Bei Reisen ins Ausland wird es komplizierter.

Und auch diese Beträge summieren sich. Im Jahr 2012 steht in der Tabelle (seit 2014 gelten neue Pauschalen, die findest du weiter unten):

26 mal zwischen 8 Stunden und 14 Stunden a 6 Euro
2 mal zwischen 14 Stunden und 24 Stunden a 12 Euro
1 mal länger als 24 Stunden a 24 Euro

Ergibt eine Verpflegungskostenpauschale für das letzte Jahr von 204 Euro.

Diesen Betrag muss ich nicht verfressen oder versaufen, ich benötige keine Quittungen. Das ist der Vorteil der Pauschalen.

Wie gesagt, die Steuern spare ich mit drei zusätzlichen Spalten meiner Mini-Buchhaltung. Meine Betriebsausgaben steigen um insgesamt 1146,60 Euro. Kleinvieh macht auch Mist.

Seit dem 1.1.2014 musst du nur noch zwei Zeiträume unterscheiden:

  • 8 bis 24 Stunden auswärts = 12 Euro Pauschale
  • 24 Stunden auswärts = 24 Euro Pauschale

Für meine durchschnittlichen DJ-Gigs kann ich seitdem die höhere Pauschale von 12 Euro geltend machen.

Verpflegungskostenpauschale in Steuererklärung angeben

Wichtiger Hinweis: Fasse diesen Tipp nicht als Steuerberatung im Einzelfall auf, das kann ich nicht und darf ich nicht. Zum Beispiel habe keine Ahnung ob und wie sich Verpflegungsmehraufwendungen von Verpflegungskostenpauschalen unterscheiden. Darum geht es mir auch gar nicht, sondern ich will zeigen, dass sich Pippifax-Beträge - mit einfachen Mitteln - zu relevanten Summen addieren.

Für verbindliche Ratschläge frage den Steuerberater deines Vertrauens. Im Großraum Nürnberg kann ich Noris Treuhand empfehlen. Herr Bär und sein Team machen einen super Job, wenn sie meine Zettel- und Dateisammlung zu einer Steuererklärung destillieren.

Weitere Blogposts zur Selbstständigkeit und Steuern liest du hier:

Bist du Steuerexperte für DJ-Angelegenheiten? Dann teile deine Weisheit und schreibe einen Kommentar. Vielen Dank dafür. Besonders würde mich die Mehrwertsteuer-Rückerstattung für MP3-Songs interessieren, wenn ich zum Beispiel Musik bei Traxsource in den USA kaufe.

 

 

Kommentare 

 
0#1Sabrina22.03.2014 23:03
Hallo Thorsten,

vielen Dank für den Hinweis.
Eien Sache hätte ich aber anzumerken: Du kannst immer nur die einfache Strecke berechnen. Nicht die kompletten Kilometer.
Also eine Strecke.
Odere irre ich mich da?
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0#2DJ Rewerb23.03.2014 00:44
Hallo Sabrina,
du kannst die "betrieblich gefahrenen Kilometer" als pauschale Fahrtkosten gelten machen. Das bedeutet Hin- und Rückfahrt. Das ist anders als bei den Werbungskosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz.
Statt der Pauschale könntest du auch die anteiligen Fahrtkosten berechnen und damit eventuell höhere Beträge erreichen. Mir ist das jedoch zu kompliziert.
Thorsten
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0#3Sabrina23.03.2014 11:43
Ah ok super. Und wie meinst du das mit anteilig berechnen?
Komem mti den 0,30 ? aktuell schon auf circa 800 Euro Fahrtkosten + Verpflegungsmeh raufwand. Echt heftig.
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0#4DJ Rewerb23.03.2014 14:35
Meinen Steuerberater habe ich damals so verstanden, dass ich sämtliche Kosten für mein Auto zusammenrechnen müsste, also Wischerblätter, Werkstattkosten , Reifenwechsel, Öl, Benzin, etc.
Wobei ich nicht mehr genau weiß, welche Kosten erlaubt sind.
Dann führst du eine Fahrtenbuch und errechnest du den Anteil der geschäftlichen Fahrten.
Der Betrag ist bestimmt genauer; allerdings erscheint mir das zu viel Aufwand. Deshalb nutze ich die Pauschale mit den 30 Cent pro km.
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0#5Sabrina21.07.2014 18:08
Und ich schon wieder. Wenn mein Kleingewerbe auch im 2. und 3. Jahr keinen Gewinn macht, da meine Fahrtkosten und Nebenkosten ernorm hoch sind und die Einnahmen sehr gering, kann ich Probleme mit dem Finanzamt bekommen?
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0#6DJ Rewerb21.07.2014 22:13
Hallo Sabrina,
nach ein paar Jahren wird dir das Finanzamt ans Herz legen, dass du dein Gewerbe mehr als Hobby betreibst. Dann solltest du langsam Gewinne erwirtschaften.

Wenn es wirklich nur an den Fahrtkosten liegt, kannst du ja ein paar Fahrten aus der Buchhaltung lassen oder deine Nebenkosten klein-rechnen.

Frage am besten bei deinem Finanzamt oder Steuerberater nach, ab wann du Gewinne erzielen solltest. Ich finde das Argumente nachvollziehbar , dass ein Gewerbe ja mit Gewinnerzielung sabsicht betrieben wird.
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0#7Sabrina22.07.2014 06:50
Das Argument finde ich auch völlig berechtigt und das ist ja auch das Ziel meines Gewebes.
Einen Steuerberater habe ich (noch) nicht.
Bisher mache ich das selbst.
Ist mein erstes Jahr im Kleingewerbe und habe 2000 Minus gemacht.
Sofern es jetzt jedes Jahr mehr Plus gibt, was ich hoffe, dann müsste das Finanzamt ja sehen, dass es bergauf geht.
Mir machen nur einige Angst die sagen, dass schon im nächsten Jahr das Amt die Steuererleichte rung zurück fordern wird und mein Gewebe kündigt.
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+1#8Florian10.02.2015 15:21
Ich nutze seit Anfang des Jahres das GigCloud System, da ist das ganze schon drin.
Übringens der Verpflegungsmeh raufwand ist in diesem Jahr gestiegen.
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0#9Sabrina10.02.2015 16:09
Hey Florian,

für die Steuererklärung 2014?
Oder erst ab 2015 dann?
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0#10DJ Rewerb10.02.2015 17:15
Hallo Florian,

danke für deinen Hinweis. Soweit ich weiß, wurden die drei Zeiträume ab 1.1.2014 zu diesen zwei Unterschieden zusammengefasst :
8 bis 24 Stunden auswärts = 12 Euro Pauschale
24 Stunden auswärts = 24 Euro Pauschale

An den Beträgen hat sich in diesem Jahr nichts geändert. Wo hast du andere Infos gefunden?

Viele Grüße,
Thorsten
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0#11Sabrina21.07.2016 20:35
Hast du auch Erfahrungen mit Abschreiben von zB. Laptop oder Handyvertrag?
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0#12Maximilian Bucher12.10.2016 13:48
Ich sollte unbedingt einen Steuerberater aufsuchen. Ich würde es jeden empfehlen dieses zu tun in unserer Branche. Damit man einiges sparen kann.
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0#13Thorsten12.10.2016 21:51
zitiere Maximilian Bucher:
Ich sollte unbedingt einen Steuerberater aufsuchen. Ich würde es jeden empfehlen dieses zu tun in unserer Branche. Damit man einiges sparen kann.

Hallo Maximilian,
den Zeitgewinn sehe ich als größten Gewinn. Und natürlich das bessere Gefühl, weil jemand anderes meine Zahlen geprüft hat.

Deshalb würde ich nie wieder versuchen meine Steuererklärung selbst zu erledigen. Ja, frage ein paar Freunde, ob sie dir jemand empfehlen können.

Allerdings kenne ich auch andere DJ-Kollegen, die ihre Steuererklärung selbst erledigen und überhaupt nicht verstehen, warum ich solche Verständnisprob leme mit Elster-Formularen habe.
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